Quo vadis Ergebnisse Wintersemester 2015/2016

Wasserrutsche an der Uni, Stilhandbücher für Fragenstellende oder ist am Ende doch alles in Ordnung?

Hier findet ihr die Ergebnisse der Onlineumfrage aus dem Wintersemester 2015/2016.

Wir möchten uns recht herzlich bei allen bedanken, die an der Umfrage teilgenommen haben und werden die Ergebnisse für unsere weitere Arbeit nutzen und natürlich auch die Anregungen und Kritiken aus den Formularen in die Erstellung der nächsten Umfrage mit einfließen lassen.

Allgemeiner Fragenteil

Fragen der Fachschaft für Informatik und Mathematik

Fragen der Fachschaft Philosophie

Fragen aus dem Bereich Lehramt

Fragen der Fachschaft Jura

[Aus Datenschutzrechtlichen Gründen haben wir die Namen von Personen, welche innerhalb der Formulare genannt wurden, geschwärzt.]

Stellungnahme zur „Grenzzaunhalben“

Auch wir schließen uns dem Protest des SprecherInnenrats der Uni Regensburg an. Die Idee der „Grenzzaun Halbe“ ist bestenfalls geschmacklos, es deutet jedoch vieles auf extrem rechte Motive hin. Während der Name noch als taktloser Werbeslogan angesehen werden könnte, häufen sich im übrigen Produktdesign Anspielungen auf den Nationalsozialismus und die heutige Naziszene. Angefangen bei der Schriftart, die dem ZZ in „Grenzzaun-Halbe“ eine verdächtige Ähnlichkeit zur SS-Rune verleiht bis zum Verfallsdatum, dem 9. November und Jahrestag der Reichspogromnacht lassen sich viele Kleinigkeiten finden. Diese sind für sich allein nichts besonderes, in Kombination zeichnen sie jedoch ein eindeutiges Bild. Verschlimmert wird dies noch durch den Preis, für den die „Grenzzaun Halbe“ verkauft wurde; 88 Cent. Die 88 ist ein, in Neonazikreisen genutztes Synonym für „Heil Hitler“.

Mit dieser „Marketing-Aktion“ vergiftet die Brauerei Röhrl das ohnehin bereits angespannte und von Hass und Populismus geprägte politische Klima weiter. Es ist abscheulich, wie hier gegen Geflüchtete gehetzt wird und in diesem Fall sogar noch versucht wird Profit damit zu machen. Dieses Vorgehen darf so nicht toleriert werden.

Wir werden in den nächsten Tagen in Erfahrung bringen, inwieweit die Universität Passau und das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz mit Frank Sillner, dem „Erfinder“ dieser Aktion, und den von ihm geleiteten Unternehmen zusammenarbeiten und gegebenenfalls auf einen Wechsel des Anbieters hinwirken. Zu dem Unternehmen LABERTALER, dessen Geschäftsführer Frank Sillner ist gehören auch die besagte Brauerei Röhrl sowie die Getränkemärkte Hausler, die es für nötig hielten die „Grenzzaun Halbe“ für 88 Cent zu verkaufen.

Auf Spurensuche:

Die Geschichte des Konzentrationslagers „Passau I – Oberilzmühle“

Workshop und zeitgeschichtliche Wanderung

• Termin: Sonntag, 03. April 2016, 10 bis ca. 18 Uhr
• Treffpunkt: Universität Passau
• Workshop im Seminarraum der Universität Passau
• Wanderung von Hals in die Oberilzmühle
• Teilnahme offen für alle Interessierten nach Anmeldung (kostenlos)

Die Geschichte des Nationalsozialismus in Passau umfasst auch das weitgehend verdrängte Kapitel zweier Konzentrationslager vor den Toren der Dreiflüssestadt: die Außenlager des KZ-Mauthausen „Passau I Oberilzmühle“ und „Passau II – Waldwerke“ (Zahnradfabrik Passau). Dieser Teil der lokalen NS-Geschichte ist bis heute (trotz Bemühungen von Überlebenden und Antifaschist*innen) kaum aufgearbeitet. Noch weniger ist sie im lokalen Geschichtsbewusstsein präsent. Das unabhängige historisch-politische Vermittlungsprojekt passau:erinnert möchte daran etwas ändern.

Die „Oberilzmühle“ ist in Passau heute vor allem als Badeort bekannt. Der historische Ursprung des idyllischen Stausees an der Ilz ist hingegen kaum Thema: Zum Bau eines Kraftwerks zur Sicherung der Passauer Stromversorgung wurden 1942-’45 Häftlinge aus dem KZ Mauthausen an die Ilzschleife gebracht. Dort mussten sie, bewacht von SS-Männern und unter den Augen der Nachbar*innen, schwerste Zwangsarbeit leisten. Auch Morde an Inhaftierten sind dokumentiert.

Viele Passauer*innen haben sich mit der NS-Geschichte auseinandergesetzt, viele haben schon Gedenkstätten an Orten ehemaliger Konzentrationslager besucht. Nur wenige allerdings wissen, dass es auch KZ’s „vor der Haustür“ (Anna Rosmus) gab.

Das Projekt passau:erinnert möchte in dieser Lücke aktiv werden. Als Pilotprojekt soll ein Workshop mit Exkursion eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Passauer Lagers an der Oberilzmühle ermöglichen.

Organisatorisches: Im Rahmen des Programms wird ein dezentraler, (fast) „vergessener“ Erinnerungsort besucht. Nur wenige verdeckte Überreste des Konzentrationslagers sind sichtbar. Die Wanderung ist mehrere Kilometer lang, nicht barrierefrei und erfordert festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Verpflegung und Getränke für den Tag sind selbst mitzubringen.

Die Teilnahme am Pilotprojekt ist kostenlos.

Spenden zur Deckung der Unkosten (Kopien, Fahrtkosten usw.) werden gerne entgegengenommen.

Wegen der Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl auf 15 Personen ist eine verbindliche Anmeldung nötig bis Sonntag, 27. März 2016 unter: passau.erinnert@gmx.de

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